| Kriterium | 👤 PrivatpersonNatürliche Person · § 20 EStG | 🏢 vv GmbHJuristische Person · § 8b KStG | ⚖️ FamilienstiftungJuristische Person · § 1 KStG Nr. 4 |
|---|---|---|---|
| Nominalsteuer | 25 % + Soli 5,5 % = 26,375 % | KSt 15 % + Soli + GewSt ~14 % ≈ 29,83 % (kraft Rechtsform immer gewerblich) | KSt 15 % + Soli = 15,825 % · keine GewSt |
| Aktien-Kursgewinne (§ 8b) | Topf 0126,375 % voll | § 8b KStG95 % frei + GewSt auf 5 % → ≈ 1,54 % | § 8b KStG95 % frei · keine GewSt → ≈ 0,79 % |
| Dividenden Streubesitz (< 10 %) | 26,375 % | § 8b IVkeine Freistellung → ~29,83 % voll | keine Freistellung, aber ohne GewSt → 15,825 % |
| Dividenden Schachtel (≥ 10 %) | 26,375 % | § 8b I95 % frei + GewSt → ≈ 1,54 % | § 8b I95 % frei → ≈ 0,79 % |
| Derivate (Optionen, Futures, CFDs) | 26,375 %, voll verrechenbar in Topf 02 (seit JStG 2024) | GewSt auf alles~29,83 % voll · Verluste ohne Silo-Trennung | ohne GewSt15,825 % voll · Verluste ohne Silo-Trennung |
| Verlustverrechnung | Aktien-SiloAktienverl. ↔ Aktiengewinne: ✅ ja (Topf 01) · vs. Dividenden/Derivate: ❌ nein | § 8b III KehrseiteAktienverluste zu 100 % nicht abzugsfähig (§ 8b Abs. 3 S. 3 KStG) · Derivate/Zinsen: ✅ voll verrechenbar ohne Silo | § 8b III KehrseiteIdentisch GmbH · Aktienverluste = 0 % abzugsfähig · Derivate/Zinsen ohne Silo · Verlustvortrag unbegrenzt |
| Mindestbesteuerung (§ 10d EStG) | Nicht anwendbar | Verlustvortrag: 1 Mio € + 60 % des Rests/Jahr | Verlustvortrag: 1 Mio € + 60 % des Rests/Jahr |
| Sparerpauschbetrag / Freibetrag | 1.000 € (Single) / 2.000 € (Paar) | Keiner | 5.000 €/Jahr (§ 24 KStG) |
| Gewerbesteuer | keine | immerKraft Rechtsform gewerblich (§ 2 II GewStG) → 7-17 % je Hebesatz | keineVermögensverwaltende Stiftung ist kein Gewerbebetrieb |
| Entnahme / Ausschüttung an Gesellschafter | Entfällt — alles bleibt privat | Dividende → 26,375 % Kapitalertragsteuer (oder 60 % Teileinkünfteverfahren) | Destinatärsleistungen → 26,375 % bzw. progressiv (§ 22 EStG) |
| Gründungskosten (einmalig) | 0 € | 1.000–3.000 € (Notar, HR, Beratung) | ab ~4.000 €: Satzung ~1k + Notar ~1k + Behörde ~2k · bei komplexer Beratung 15–25k |
| Laufende Kosten p. a. | 0 € | 1.000–2.500 € (Jahresabschluss, Bilanz, StB) | stark länderabhängig: BY ≈ 500–1.000 € (nur Finanzamt) · TH ≈ 800–1.500 € (GuV statt Bilanz) · NRW/BW ≈ 2.000–4.000 € |
| Vererbung / Erbschaftsteuer | Voll besteuertFB 500k (Ehe), 400k (Kind) — alle 10 Jahre | Anteile an GmbH zählen zum Nachlass → voll besteuert | Struktur-SchutzVermögen gehört Stiftung — Erbersatzsteuer nur alle 30 J. |
| Wegzug ins Ausland | Ab 1 %-Beteiligung: § 6 AStGWegzugsbesteuerung auf stille Reserven | § 6 AStGfiktive Anteilsveräußerung auf stille Reserven der GmbH | Persönlich mobilKein Anteilsrecht → keine Wegzugsbesteuerung für Stifter/Begünstigte |
| Progressionsschutz (große Depots) | 26,375 % Flat · Reichensteuer 45 %bei ESt-Veranlagung | 15,825 % KSt + GewSt — volumenunabhängig | Flat 15,83 %Auch bei 8-stelligen Depots keine Progression & keine Reichensteuer |
| Sinnvoll ab Volumen | Jedes Volumen | Ab ~500 k € Depot & viele Realisationen | Ab ~2-3 Mio € oder mehrere Generationen |
| Exit / Auflösung | Jederzeit, kostenfrei | Liquidation: stille Reserven voll aufzudecken | KompliziertNur über Satzungsänderung + Genehmigung Stiftungsbehörde |
| Fazit-Profil | EinfachMaximale Alltags-Flexibilität · niedrige Schwelle · Silo-Falle + Reichensteuer bei großem Depot | EffizientBeste Netto-Steuer auf § 8b-Aktien · Exit-Friktion + § 6 AStG-Wegzugshürde | Mobil & FlatPersönlich umzugsfrei · flache 15,83 % · Generationen-Hülle · Aufsetz-Hürde |
Kleines bis mittleres Depot, gelegentliche Realisationen, ETF-Besparung. Laufende GmbH-Kosten fressen Strukturvorteil auf.
Häufige Realisationen bei Einzelaktien > 20-30/Jahr, wenig Streubesitz-Dividenden, Thesaurierung. § 8b KStG macht die GmbH effizient — trotz GewSt nur 1,54 %.
8-stelliges Depot oder Wegzugs-Planung: Stiftung schützt vor § 6 AStG-Wegzugsbesteuerung (persönlich mobil), kappt Reichensteuer (flach 15,83 %) und vererbt generationenübergreifend. Teilweise Entnahme über Destinatärleistungen möglich.
Diese Zusammenstellung ist allgemeine Bildung — keine Steuer- oder Rechtsberatung. Effektive Steuerlasten hängen von Hebesatz (GewSt), Satzungsgestaltung, Beteiligungsquoten und Umschlaghäufigkeit ab. Für verbindliche Aussagen zur Gründung einer GmbH oder Familienstiftung sprich mit einem spezialisierten Steuerberater. Stand: 11/2026.